Am Donnerstag, den 30. April 2026, unternahm die Jahrgangsstufe 3 der Franz-Josef-Kuhn-
Grundschule Langenbrücken zum Abschluss der Unterrichtseinheit „Wetter und Wasser“ im Fach Sachunterricht einen Ausflug in die Kläranlage des Abwasserverbandes Kraichbachniederung in Kronau.
Die Klassen 3a und 3b machten sich zu Fuß auf den Weg zur Kläranlage, wo sie von Betriebsleiter Markus Götzl herzlich in Empfang genommen wurden. Vor Ort bewegten sich die Drittklässlerinnen und Drittklässler in zwei Gruppen über das Gelände. Während eine Gruppe mit einer sehr informativen Führung über die Kläranlage startete, erhielt die andere Gruppe interessante Einblicke in die Arbeit im Labor.
Die Führung über das Außengelände begann bei der Schneckenpumpe, der Station, an der das ankommende Abwasser durch ein Hebewerk aus der tief liegenden Kanalisation auf das erforderliche, höhere Betriebsniveau der Klärbecken angehoben wird. Weiter ging es zum Rechen, bei dem die Kinder beobachten konnten, wie bei der ersten Stufe der mechanischen Reinigung grobe Verunreinigungen und Feststoffe aus dem Abwasser herausgefiltert werden.
Anschließend wurde den Schülerinnen und Schülern durch Einschalten des Sandfangs
demonstriert, wie dieser kleine mineralische Stoffe, wie zum Beispiel Sand, Kies oder
Glassplitter, aus dem Abwasser entfernt. Als Nächstes gelangte die Gruppe zum
Vorklärbecken, in dem ungelöste organische und mineralische Schwebstoffe aus dem
Abwasser entfernt werden, bevor die biologische Reinigung beginnt. Am Belebungsbecken
angekommen, wurde den Lernenden erklärt, dass sich unzählige Mikroorganismen im
Belebungsbecken befinden, welche Nährstoffe, wie beispielsweise Kohlenstoff oder Stickstoff,
sowie organische Verschmutzungen abbauen.
Schließlich erreichten die Kinder das Nachklärbecken, welches den biologisch gereinigten Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser trennt. Hier wurde den Drittklässlerinnen und Drittklässlern durch eine kleine Wasserprobe aus dem Nachklärbecken vor Augen geführt, dass das Abwasser aufgrund der deutlich erkennbaren Reinigung nun wieder in den natürlichen Wasserkreislauf geleitet werden kann.
Im Labor der Kläranlage wurden die Schülerinnen und Schüler auf sehr kindgerechte Art und
Weise mit den täglichen Routineaufgaben eines Chemielaboranten vertraut gemacht.
Zunächst wurde die tagesaktuelle Schlammprobe gemeinsam gewogen und anschließend in
den Abzug gestellt, wo der Schlammprobe so viel Wasser entzogen wird, dass lediglich eine
Trockensubstanz zur genauen Bestimmung übrigbleibt. Große Freude hatten die Lernenden
zudem beim eigenständigen Pipettieren. Auch ein Blick durch das Mikroskop, unter dem winzig
kleine Bakterien und Wimpertiere zu erkennen waren, sorgte für große Begeisterung.
Nach einem sehr erlebnisreichen Tag, welcher von zahlreichen neuen Entdeckungen und
wissenswerten Erfahrungen geprägt war, machten sich die Klassen wieder auf den Heimweg.